Auf der Bühne sitzt Mirjam Haukelidsæter (94); neben ihr ihre Tochter Marit Olsen (50).
Marit erzählt von ihrer Kindheit in einem sehr gastfreundlichen Zuhause im Zentrum von Oslo. Wir hatten vor den Konferenzen immer Freunde zu Besuch, die von anderen Orten angereist kamen.
– Es herrschte eine gemütliche Atmosphäre mit Gesprächen und Musik bis spät in die Nacht, sagt sie.

Mirjam kümmerte sich um die Gäste, und als junges Mädchen half Marit mit – mehr oder weniger, erzählt sie und lacht.
Ihre Mutter sieht sie mit einem unlesbaren Gesichtsausdruck an und sagt nichts dazu. Die vielsagende Stille bringt den ganzen Saal zum Lachen.
Es geht um die Erlösung im täglichen Leben
Der Festabend begann mit einer Rede von Kåre J. Smith. Das Thema des Abends lautete: „Ergreife das ewige Leben.“

Für die 94-jährige Mirjam sind das weit mehr als schöne Worte. Sie erzählt aus ihrem eigenen Leben, wie sie das in der Praxis erlebt.
– Jeden Tag muss man im Kampf stehen, sein Kreuz auf sich nehmen und sich selbst verleugnen, wie Jesus es uns gelehrt hat, sagt Mirjam.
Sie erzählt, dass sie oft an die Verse aus Psalm 118,24–25 denkt: Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen!
– Ob gute oder schwere Zeiten kommen – sie führen zur Erlösung, sagt Mirjam.

Eine Kindheit voller Freude und guter Atmosphäre

Mirjam wuchs in Horten unter der Verkündigung von Johan O. Smith auf. Das prägte sowohl ihr eigenes Leben als auch das Zuhause, das sie später mit ihrem Mann und ihren Kindern schuf.
Eine Erinnerung aus ihrer Kindheit hat sich ihr tief eingeprägt: Eines Abends, auf dem Heimweg vom Versammlungslokal, trafen sie und ihr Vater auf der Straße Johan O. Smith.
– Plötzlich legte er mir die Hand auf den Kopf und segnete mich. Das hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen, sagt Mirjam.
Weiter erzählt sie, dass es nicht „gesetzlich“ mit vielen Regeln zuging. Es gab viel Freude und eine gute Atmosphäre, und sie machten oft Ausflüge zum Strand, weil Johan O. Smith wollte, dass unter ihnen eine gute Gemeinschaft herrschte.
– Ich bin sehr dankbar für die gute und gesunde Kindheit, die ich hatte. Sie hat mir mein ganzes Leben hindurch geholfen, sagt Mirjam.

Raum füreinander – und ein authentisches Leben
Eine solche Kindheit erlebte auch ihre Tochter Marit.
– Ich durfte zu hundert Prozent ich selbst sein. Zu Hause hatte ich viel Freiraum und konnte mich entfalten. „Wir haben gelernt, dass geistlich zu sein bedeutet, natürlich zu sein“, sagt sie und fügt hinzu:
– Christ zu sein ist etwas Schönes!


















